Nachdem wir die letzten Tage relaxend am Strand verbracht haben, war es wieder an der Zeit aktiv zu werden. Schließlich neigt sich selbst der schönste Urlaub langsam aber doch dem Ende zu. So auch unser griechischer Traum. Also wollten wir den schönen Tag nutzen um noch etwas mehr von dieser Insel zu sehen, als Rhodos und Lindos.
Das Motto hieß: Rhodos Kreuz und Quer!
Und dieses Mal ging sich auch unser bezahltes (!), wenn auch nicht berauschendes Frühstück aus.
Und ich sage euch: OH MEIN GOTT! Ich LIEBE griechisches Joghurt mit griechischem Honig! I LOVE IT! …
Tatsächlich hat mich diese einfache griechische Nachspeise dermaßen beeindruckt, dass ich mir zu Hause sofort ein griechisches Joghurt in meinem Lieblingssupermarkt besorgt habe. Und JA … man glaubt es kaum das ist hier tatsächlich erhältlich. Gut für mich. Schlecht für meine Figur. :D
Das erste Ziel unserer Tour war das so genannte Schmetterlingstal.
In diesem Falle war Nomen nicht Omen, denn was wir zu sehen bekamen, war nicht das, was ich erwartet hatte. Ich dachte doch tatsächlich an zigtausend munter flatternde in allen Farben der Natur strahlenden Schmetterlinge. Falsch gedacht. Die Attraktion waren doch tatsächlich Falter.
Aber zur Falterverteidigung muss ich sagen, dass sie im Flug doch ganz schön anzusehen waren und auch ihr Tarnungsvermögen ist wirklich faszinierend.


Unser nächstes Ziel war eine weitere Ausgrabungsstätte: Ancient Kamiros
Ich habe mich ja schon in der Schulzeit für griechische Geschichte und Mythologie begeistert und als ich daher mit meinen eigenen Füßen auf den Plastersteinen einer Straße aus dem 2 Jhd. stand, kann man sich denken, dass ich nunja irgendwie überwältigt war. Wow.
Achja und neben all der Geschichte und Bedeutung, die Orte wie dieser verströmen, muss man sagen: Die Aussischt war auch wieder mal nicht von schlechten Eltern.


Nachdem wir einen Zwischenstop zwecks Nahrungsaufnahme machten, ich mich in Siana mit leckerem Thymianhonig eingedeckt hatte, schließlich muss ich doch auch meinem liebsten Oldie ein Andenken mitbringen, und wir in Monolithos echtes griechisches Olivenöl für die Schwiegermam besorgt hatten, dabei auch noch schnell eine geschichtsträchtige Festung gesichtet und natürlich fotographisch festgehalten hatten, ging es schließlich in Richtung Heimat.


Im Bus begutachtete ich unsere hart erarbeiteten Erinnerungen, als plötzlich dichte Rauchwolken den Horizont trübten. Ich dachte nur: Hoffentlich ist das von unserer Pension und unserem Strand weit entfernt, denn schließlich wollte ich meinen letzten Tag gemütlich am Strand verbringen. Mal wieder. :)
Naja aber ich wollte eben den letzten Tag unter der griechischen Sonne noch mal so richtig genießen.
Und in dem Moment ertönte durch den Lautsprecher auch schon der Name unserer Pension. Oh nein!
Das Feuer war gerade mal ein paar Kilometer von unserer Unterkunft entfernt. Und das erkannte ich nicht nur an den Rauchschwaden, sondern auch an dem Hubschrauber, der in dem 20 Minuten von uns entfernten Hafen im 5-Minuten-Takt Wasser holte. 


Nachdem sich zu dem Hubschrauber noch zwei weitere Löschmaschinen gesellten, wurde die Stimmung am Badestrand doch etwas getrübt. Nicht nur wegen des enormen Windes, mag er nun mit den Maschinen zusammen gehangen haben, oder nicht, sondern auch wegen des beängstigend lauten Lärmpegels.
Aber wir kosteten den späten Nachmittag dennoch aus und irgendwie war es ja auch richtig spannend. Zum Glück war das Feuer jedoch bald unter Kontrolle und ich konnte beruhigt einschlafen und mich auf einen Sonnentag ohne bedeckten Himmel und verbranntem Geruch freuen.
Es leben die tapferen Feuerwehrleute dieser Welt!