Juli 2008


Heute war mein letzter Tag in der Agentur – Projekte übergeben, Arbeitszeugnis holen, Firmenhandy und Schlüssel abgeben … 
Das alles stimmt einen schon irgendwie richtig traurig. Ist ja auch das Ende eines Lebensabschnittes. Aber es geht weiter und wie :) Ein neuer Anfang und voller Motivation ins nächste neue Abenteuer.

Aber erstmals gibts nen wohl verdienten (!) Urlaub. Ich freu mich!

Das Ende eines Dinges ist der Anfang eines anderen.

Zitat von Leonardo da Vinci.

Weise Worte eines bewundernswerten Mannes und mein neues Credo für die nächste Zeit!

… meine Zeit als schwer beschäftigte, immer gestresste, wahnsinnig wichtige PR-Tussi hat vorläufig ein Ende…

Aus diesem Anlass möchte ich das letzte Jahr als Arbeitnehmerin kurz Revue passieren lassen:
Es war eine schöne Zeit. Ich kann sagen, dass ich mich in der kleinen Agentur sehr wohl gefühlt habe. Vor allem menschlich hat alles wirklich sehr gut gepasst und ich durfte überaus nette und auch inspirierende Menschen kennenlernen. Zudem war es ein guter Anfang.
Schließlich war der erste und unglaublich beängstigende Gedanke, als mir die Vize-Rektorin lächelnd mein Diplom in die Hand drückte, dass ich, wie viele andere frischen Akademiker-Kollegen, arbeitslos, depressiv und vor allem mittellos zu Hause versauern und tagtäglich den Sinn meines bisherigen und zukünftigen Lebens suchen werde.
Dem war nicht so. Ich fand diesen netten Job und versuchte mich nun beinahe 11 Monate in der PR-Branche. Doch es stellte sich heraus, dass für mich nun die Zeit gekommen war, um mich neu zu orientieren.
Denn schließlich gibt es noch sooo viele andere Jobs, die mich interessieren würden. (Ich seh schon, ich werde mich wie immer nicht entscheiden können. Aber was spricht schon dagegen so viel wie möglich auszuprobieren? Nichts! Finde ich. Primaballerina, Hollywoodstar, Operndiva, ach wo soll ich nur anfangen? )
Na dann also los: Auf zu neuen Ufern. (Oje, das klingt vielleicht eigenartig.) ;)

Ich bin wieder motiviert, voller Tatendrang und blicke auf schöne 11 Monate zurück.
Vielen Dank für alles.

Das ist das Gefühl, mit dem ich am Freitag das letzte Mal die Tür der Agentur hinter mir schließen werde.

… und wieder ein Jahr älter!

Ach wie die Zeit vergeht. Nur noch wenige Stunden, genau um 17:45 vor 24 Jahren erblickte ich das Licht der Welt. Oje, ich scheine in den letzten Jahren ja noch sentimentaler geworden zu sein, als ich bis dahin bereits war. Schließlich neigte ich schon immer mörderisch etwas zum Überreagieren, Dramatisieren und zu so genanntem „overacting“. Was bereits im zarten Alter von vier dazu führte, dass meine Mutter sich bereits Sorgen machte, ich würde als mehr oder weniger mittellose Schauspielerin mein Dasein fristen. Aber dem war nicht so. Ich wählte einen anderen Weg, obwohl ich die Schauspielerei, so wird mir gesagt, zumindest im Privaten sehr wohl noch zu praktizieren scheine. Na dann bin ich halt mal melodramatisch. Whatever! ;)
Obwohl schon wahnsinnig etwas abgedroschen, muss ich es hier anbringen (weils halt so gut passt!): DRAMA, DRAMA, DRAMA! :D

Nun ziehe ich also Bilanz über ein weiteres Jahr in meinem laaangen Leben:

Eigene Blogs: 1 (Es wurde aber auch Zeit!)
Abgeschlossene Studien: 1
Entscheidungen ein weiteres bereits angefangenes Studium zu beenden: 1
Diplomarbeiten in Arbeit: 1
Vom Betreuer vorgeschlagene Dissertationen: 1 (Da hab ich nicht schlecht gestaunt.) :D
Neueste technische Errungenschaft - EOS 400D: 1 (Yey! Und wie die Mami stolz ist auf ihr Baby!)
Fertiggestellte künstlerisch wertvolle Leinwände: 1 (Ich glaub es kaum, ist aber diese Woche geschehen)
Geplante Urlaubsreisen: 2 (Rhodos, trotz akuter Erdbebengefahr – Mir doch egal – und Paris – Gott ich brauche so dringend einen Tapetenwechsel et un petite peu du culture)
Optische Veränderungen: 1 (Ich probiere es derzeit mit Pony. Obwohl in der Kindheit bereits getragen, gehasst, Mutter beschuldigt und geschworen nie wieder zuzulassen. Times change!)
Shoppinganfälle: 0 (kann mich zumindest an keine gravierende erinnern) :(

Wunderschöne Aufmerksamkeit von M.: 1 (Swarovski ist mein bester Freund!)
Geplante Feiern zum derzeitigen Stand:  2 (in tha city und am Ländle. Zum Glück nicht alles am gleichen Tag)
Selbst gebackene Kuchen/Torten oder Ähnliches: 0 (zu meiner Schande. Und wie ich mich schäme!) ;)
 
Pläne fürs nächste Lebensjahr: unendlich viele!

…yey ich bin ein Regenbogen.

Und NEIN, ich habe nicht mein letztes bisschen Verstand, dass mir nach eineinhalb Studien und bald (Sept) einem ganzen Jahr(!) Arbeiten noch geblieben ist, verloren. 

Ich hab nur mal meinen linken Oberarm betrachtet. Der spielt seit dem schmerzlichen Zusammenstoß mit einer fiesen kleinen Farbkugel letzte Woche beinahe alle Farben. 
Zu Beginn ein dezenter Rotton, wandelte sich nach kurzer Zeit in ein sattes dunkel dunkel dunkel Blau, das nach dem Vergehen weiterer Tage aufhellte in ein leichtes Grün-Violett, bis wir nun am heutigen Tage angelangt sind, an dem ein ekeliges zartes Gelb meinen nur leicht gebräunten Oberarm ziert.
Ok, das war vl. ein bisschen zu genau, aber ich finde es einfach spannend, was für Farben sich unter der Haut so tummeln können. Einfach so …

Ok… komischer Eintrag… Hm… Nicht weiter darüber nachdenken! ;)

… Notiz an mich: Spontane Einfälle von M. schmerzen! Und das meine ich wörtlich. So geschehen am letzten Samstag. Auf die Frage, was er denn so fürs Wochenende geplant hat, stellt er mich kurz und knapp vor die Wahl. Paintball oder zu Hause alleine fernsehen.
Eigentlich tendierte ich ja generell eher zur letzteren Option, allerdings … ohne groß zu überlegen, siegte die Neugierde. Abenteuerlust wage ich dieses immer mulmiger werdende Gefühl in der Magengegend nämlich nicht zu nennen. Daher sage ich besser “Neugierde“.
Schließlich habe ich mich doch auf der Maturareise vor hundert Jahren schon mal ganz „rambo-like“ in das Farbgefecht gestürzt und das hat mir damals richtig Spaß gemacht. Zumindest dachte ich das – bis zu dem Zeitpunkt, als man mir 5Kilo-Baggypants, das Halstuch von Lucky Luke, einen Brustpanzer mit den Gummi-Bauchmuskeln von Superman, den Gesichtsschutz/Maske eines NHL-Torhüters und die Waffe den Markierer, Marke „Maschinengewehr“, in die Hand drückte. Da war ich baff und vor lauter Fremdgewicht kippte ich beinahe vorne über, aber bloß nichts anmerken, dachte ich mir. Obwohl mir doch mal kurz ein: „Geht das nicht auch ein bisschen kleiner?“ (auf den Monster-Markierer bezogen) raus rutschte. Aber ich konnte doch jetzt nicht aufgeben – es hätte mich das schallende Gelächter und Gejohle von 12 Halbstarken erwartet. Und was die können, kann ich schon lange, so dachte ich erneut. Darauf lege ich es doch nicht an! Rein in den Wald und Feuer frei.
Ähäm. Zumindest für die anderen ;) Nunja, ich war auf alle Fälle unterhaltsam, für die anderen und immerhin wurde ich nur einmal abgeschossen. Da bin ich auch nur versehentlich aus meiner Deckung gekrochen. ;)
Aber schon nach den ersten drei Minuten war mir klar:
1) Mir fehlt die militärische Grundausbildung.
2) Mir fehlt das tage- und nächtelange vor-dem-Computerhocken-und-sinnlose-Kriegsspiele-am-PC-spielen und damit das Gehirn auf solche Aktionen vorzubereiten und zu trainieren.
3) Mir fehlt einfach die nötige oder zumindest in diesem Fall hilreiche Aggression.
Und das hat sich auch nach den nächsten 3 (!) Stunden im Wald herumkriechen, verstecken und Bäume mit Farbe beschießen (unsere Gegner konnte ich nicht sehen und hätte sie auch nicht getroffen, selbst wenn ich sie gesehen hätte :D ) nicht geändert.
Aber alles in Allem war es ein netter Nachmittag. Ok, das ist dann wohl Geschmackssache. Aber ich bin nochmal glimpflich davon gekommen. (Glück, wenn man in der richtigen Mannschaft, sprich in der mit den skrupellosen Heißspornen, ist.)
Resümee: Es flossen keine Tränen. Nur ein paar Blessuren (mein ganzer linker Oberarm ist blau – und das ist keine Farbe) und starker Muskelkater in den Oberschenkel – vom vielen Verstecken - werden mich noch länger an diesen spontanen Samstagnachmittag erinnern.

… nun ja. Da wurde ich mal wieder eines Besseren belehrt. Da hab ich mich wie eine kleine Schneekönigin auf mein Wochenende gefreut und dann … Da fällt mir wieder dieser tolle Spruch ein: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Finde ich sehr passend. 
Also die erste Party war für Freitag angesetzt und sollte ein gemütliches Zusammensein aufgrund einer erfolgreich bestandenen Prüfung sein. Nun was mich und M. erwartete als wir, zugegeben ziemlich zu spät, ankamen, war ein unerwartetes Bild. 8 Paare zwischen 30 und 40 Jahren, die wohl alle mitten in ihrer Familienplanung steckten und alle ihre Knirpse auch gleich mal mitgebracht hatten, zu unserer Abschlussfeier. Nix mit Alkohol und Co! Rutsche, Saft, Kuchen und „Spiiiiielen“ waren angesagt. Ähäm. Nur nicht für mich. Das war also nun wirklich zu viel des Guten. Ist ja net, so ein kleiner Wurm für zwischendurch, mal auf dem Arm halten und die süßen Äuglein und das Knubbelnäschen zu bewundern, aber dann ist auch wieder gut. Ich möchte nicht bei jeder Bewegung meinerseits Angst haben müssen, so einen der 50 herumwuselnden kleinen Erdenbewohner umzunieten. Echt nicht. Das ist mir vieel zu anstrengend! Die logische Konsequenz war die Flucht nach vorne und die Party war damit für mich beendet.
Resümee vom Freitag: Familienplanung weitere 5 Jahre (MINIMUM) nach hinten verschoben!!!