Tanzende Schneeflocken, bedeckte Dächer und angezuckerte Wiesen und Wälder. Das ist das Bild, dass man sich erhofft, wenn man zu Weihnachten eher widerwillig und natürlich viel zu spät, also gerade richtig fürs Mittagessen, aus den wohlig warmen Federn kriecht und seine Nasenspitze neugierig an die Fensterscheibe des Schlafzimmers drückt. 
Als ich an diesem Wochenende aus meinem Fenster blickte, nicht wirklich ausgeschlafen und daher nicht vollkommen aufnahmefähig und unklaren Blickes zugegeben, stellte ich mir daher sofort die Frage: “Wie jetzt … Schnee? Aber … aber es ist doch Ostern … und nicht Weihnachten! Oder?” Ja so ist bzw. war es. Weiße Ostern. Wie erfrischend und das meine ich wörtlich, denn ich fror mir beinahe meinen … ab, als ich mit M. zur Fleischweihe pilgerte, eingehüllt in meinen ultra fetten Daunenmantel, den ich in hellseherischer Voraussicht noch nicht in den Keller verbannt habe. Tja, ich weiß noch genau wie mich M. vor einem Jahr ausgelacht hat, als ich damals ebenfalls mit Mantel zur Weihe aufgebrochen bin und diesen aufgrund der frühlingshaften Temperatur tapfer die ganze Zeit, wie einen Weihkorb, mit mir herum schleppte.
Dieses Jahr habe ich meine Daunen wirklich gebraucht. Und nächstes Jahr?
Ich bin ja dafür, dass in Zukunft der Winter wieder ein Winter mit Schnee und allem was dazu gehört, der Frühling ein richtiger Frühling mit Blüten und frischen Farben (aber ohne Pollen!!!) und der Sommer auch ein richtiger angenehmer und nicht wüstenhitzemäßiger Sommer sind!
Denn ich hab eigentlich keine Lust auf sommerliche Cocktails und ein gemütliches Lagerfeuer zu Silvester und Schneebars zu Ostern! ;)