März 2008


… ja, das kommt davon, wenn man Episode für Episode einer amerikanischen Serie im deutschsprachigen TV verschlingt, einfach nicht wieder eine Woche auf die nächste Episode warten will und sich daraufhin auf der official Homepage durch die Episodeguides wühlt.
Man liest und liest und siehe da die Storyline wendet sich zum allerschlimmsten, unmöglich akzeptablen Worstcase. Tja, 4 Stunden gebanntes auf-den-Bildschirm-schauen, ausgetrocknete und schmerzende Augen, steife und verkrampfte Finger vom Tippen und Scrollen, unsagbare Kopf- und Rückenschmerzen von der vorzüglichen PC-Haltung, das ist der Lohn für meine Mühen und meine unsagbare Neugierde. Und was habe ich schlussendlich davon?
Eine richtige Wut auf die Autoren, die Produzenten, tja sogar die gesamte Film- und Fernsehindustrie! Aber ich sage ja, irgendwie geschieht es mir ja ganz recht. Und jetzt verstehe ich auch, was mit der Aussage gemeint ist: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. (Und dann ja nicht weiter lesen!)

Tanzende Schneeflocken, bedeckte Dächer und angezuckerte Wiesen und Wälder. Das ist das Bild, dass man sich erhofft, wenn man zu Weihnachten eher widerwillig und natürlich viel zu spät, also gerade richtig fürs Mittagessen, aus den wohlig warmen Federn kriecht und seine Nasenspitze neugierig an die Fensterscheibe des Schlafzimmers drückt. 
Als ich an diesem Wochenende aus meinem Fenster blickte, nicht wirklich ausgeschlafen und daher nicht vollkommen aufnahmefähig und unklaren Blickes zugegeben, stellte ich mir daher sofort die Frage: „Wie jetzt … Schnee? Aber … aber es ist doch Ostern … und nicht Weihnachten! Oder?“ Ja so ist bzw. war es. Weiße Ostern. Wie erfrischend und das meine ich wörtlich, denn ich fror mir beinahe meinen … ab, als ich mit M. zur Fleischweihe pilgerte, eingehüllt in meinen ultra fetten Daunenmantel, den ich in hellseherischer Voraussicht noch nicht in den Keller verbannt habe. Tja, ich weiß noch genau wie mich M. vor einem Jahr ausgelacht hat, als ich damals ebenfalls mit Mantel zur Weihe aufgebrochen bin und diesen aufgrund der frühlingshaften Temperatur tapfer die ganze Zeit, wie einen Weihkorb, mit mir herum schleppte.
Dieses Jahr habe ich meine Daunen wirklich gebraucht. Und nächstes Jahr?
Ich bin ja dafür, dass in Zukunft der Winter wieder ein Winter mit Schnee und allem was dazu gehört, der Frühling ein richtiger Frühling mit Blüten und frischen Farben (aber ohne Pollen!!!) und der Sommer auch ein richtiger angenehmer und nicht wüstenhitzemäßiger Sommer sind!
Denn ich hab eigentlich keine Lust auf sommerliche Cocktails und ein gemütliches Lagerfeuer zu Silvester und Schneebars zu Ostern! ;)

Schwarz, weiß, blau, grün, einfärbig, gestreift, mit Punkten, mit Herzchen, mit langen oder mit kurzen Ärmeln, glatt, gestrickt, …. diese Aufzählung könnte ich ewig weiterführen.
So manche Frau verfällt bei diesen Worten wohl in Verzückung. Ich hingegen bekomme Kopfweh, ein leichtes Schwindelgefühl und bin vollkommen überfordert. Aber in ich bin diesbezüglich ein echter Optimist und versuche es immer wieder. Bestimmt ist längst klar wovon ich spreche, genau: Shopping!
Letzten Freitag war es dann mal wieder soweit. Ich hatte ein bißchen Zeit, bevor ich M. abholen sollte, dessen Aufenthaltsort sich rein zufällig, neben einem unserer zwei Konsum-Vergnügungscenter befand. Der für mich als Optimistin und Frau (ohne hier auf Klischees zurückgreifen zu wollen ;) ) scheinbar logische Schluss: Rein mit mir ins Gewusel und Geld ausgeben ohne Ende!
So dachte ich, als ich die Schwelle zum Paradies betrat.

Mein Weg führte mich gleich direkt in den ersten Stock. Was sich dort befindet? Modeschmuck, ist doch klar. Nachdem ich aber ca. 30 Minuten vor der Spiegeltüre, die mir zwischendurch auch nur 2-Mal beinahe ins Gesicht gekracht wäre (Zur Erklärung: hinter der Spiegeltüre befand sich das Lager, welches die Verkäuferin gelegentlich aufsuchte) rätselte, welches Paar Ohrringe mir besser stehe und mich einfach nicht entscheiden konnte, wobei der Unterschied, eine etwas ausgeprägtere Musterung, wirklich kaum erkennbar war, hätte ich es wissen müssen. Dem war jedoch nicht so. Noch war ich, wenn auch schon etwas weniger, aber dennoch motiviert. Aber spätestens nach dem 50 10ten probierten und wie könnte es anders sein, nicht passenden Paar Schuhe war meine anfängliche Euphorie gelinde gesagt gedämpft. 
Schuhe …. das ist für mich sowieso ein eigenes Kapitel, denn ich und die moderne aber reichlich unbequeme Fußbekleidung haben ein recht eigenwilliges Verhältnis.

Weiter mit meinem versuchten Shoppingmarathon und da ich gerade so „sportlich“ formuliere, komme ich gleich zu meinem neuen Rekord: In 2 Sekunden durch eine mittelgroße Boutique. Nicht dass mir das Angebot nicht gefallen hätte. Nein. Aber irgendwas hielt mich zurück und hinderte mich daran wieder mal genauer hinzusehen, 20 verschiedene Komibantionen anzuprobieren und letztlich Stunden später, aus zigtausend verschiedenen Gründen, doch wieder ohne Beute und schwerst frustriert (denn das geschieht dann immer) mit hängendem Kopf aus der Boutique rauszuschlapfen.
Nun es kam, wie es kommen musste: Irgendwann  hatte ich ca. die Hälfte der zugänglichen Geschäfte abgeklappert und war ohne erwähnenswerte Errungenschaften aus meinem Kreuzzug hervorgegangen.
Das wars für mich! Ich wollte nach Hause! Aber M. war noch nicht fertig.
Und selbst seine Aussage: „Schau dich doch noch mal um und kauf dir was Schönes. Ich bezahle!“ konnte mich nicht dazu bewegen mich erneut in einen weiteren Stapel ultra-schicker und brand-neuer Bekleidung zu stürzen. Ist denn das zu glauben? 

Nun, ich habe da so eine Theorie: Als Gott das Shopping-Gen verteilte, hat er mich doch glatt vergessen! Einfach so!

…. habe ich soeben folgendes Zitat:

„Reitet rüstiges Ross!“ :D

und noch ein Minidialog:
S: „Wie war Euer Name?“
K: „Kratzbürst, MyLord“

Zum Brüllen, genial! Woher ich dies Zitat zu solch später Stunde habe, na der Flimmerkiste, ist doch klar. M. hat es sich nämlich gerade neben mir auf der Couch bequem gemacht und verfolgt, erstaunlich wach für diese Uhrzeit :) , gerade die „neuen“ (naja so neu sind sie wohl auch nicht mehr, nachdem wir sie bereits vor einiger Zeit in den Regalen unserer Stamm-Videothek erspäht, aber bis jetzt noch nicht zugegriffen haben, oder ist die D doch relativ neu, mhh … keine Ahnung, aber auch egal. Weiter im Text) Abenteuer des liebenswerten grünen Ogar im Königreich von Weit weit weg.
Hihi, ich bin ja mal gespannt, wann M. den Kampf gegen seine müden Äuglein verlieren wird! ;)

Good night!

…Irgendwie ist alles viel zu stressig. Die Zeit vergeht, aber die Arbeit bleibt. Irgendwas mache ich da falsch. Ich finde das richtig unfair. Mit zwölf kommt einem die Schulwoche wie ein halbes Leben vor und wenn man als „Erwachsener“ richtig viel ungemein Wichtiges zum erledigen hat, ist es als ob nach dem Dienstag auch schon gleich wieder Freitag ist. Und über das so genannte „Wochenende“ will ich brauche ich erst recht nichts sagen. Das Einzige, das mir dazu einfällt ist, dass zwei Tage einfach viiiiiieeeeel zu kurz sind! Yep! Definitiv!
Na gut, soviel zu meinen irrsinnig spannenden Überlegungen, die mich immer wieder mal daran hindern, etwas Sinnvolles zu tun. Jetzt habe ich sie mal hier schön dargelegt und vielleicht halte ich damit ja auch jemand anderen von etwas Sinnvollem ab. ;)

… just another manic sunday and monday and …..

Hört das denn nie auf? Wie soll das denn nur weiter gehen?
Heute war mal wieder so ein Tag. Ich glaube jeder kennt das. Diese Tage, wenn man bereits beim ersten nervtötenden Weckerklingeln, dass übrigens viel und ich meine wirklich viel zu früh abgeht, nun ich bin nicht dafür verantwortlich, weiß, dass man sich am Besten einfach wieder im Bett umdrehen und die Decke weit über den Kopf ziehen sollte, ganz nach dem Motto: Wenn ich keinen sehe, sieht mich auch keiner!
Naja das war ja dann heute wohl nichts. Und wieder ging ein laaanger und anstrengender Montag zu Ende. Da hilft nur eines: Schnell wieder ins Bett zum Mann kuscheln und hoffen, dass die Woche besser wird, als sie angefangen und die letzte Woche aufgehört hat.
Um es mit den leidlichen Worten eines Optimisten zu sagen: Es kann nur besser werden!

Und für all jene, denen es zur Zeit genauso geht, habe ich einen prima Gute-Laune-Song gefunden. Einen ersten Vorgeschmack habe ich ja bereits geliefert.
Also, wenn ihr was zum die-gedanklichen-Regenwolken-vertreiben braucht, hört mal rein:
P.a.o.l.o N.u.t.i.n.i – New Shoes

…. mhm …. I put my new shoes on and suddenly everything is alright … Yeah …. *sing*

Also! Schuhe kaufen! Sofort!