Februar 2008


… und das könnt ihr wörtlich nehmen. Ich komm gerade von meiner dritten hardcore Rotlicht-Bestrahlung. 50 Grad Celsius. Das flashed vielleicht! 8)
Warum ich mich bereits zum wiederholten Male vor die große rote Lampe gesetzt habe, ist schnell erklärt: meine Ohren spielen verrückt!
Seit nun beinahe einer geschlagenen Woche ffühle ich mich, als würde ich mit einer riesigen Taucherglocke, statt meinem eigentlich im Vergleich eher zierlichen Köpfchen. Kennt ihr das Gefühl, wenn eure Ohren 24 Stunden verschlagen sind? Das ist wie eine permanente Berg-und-Tal Fahrt. Schrecklich! Schön langsam ist der stechende Schmerz dann auch in meine Halsgegend gewandert. Aber wer will schon schmerzfrei Schlucken können? Ach, das wird doch völlig überbewertet!
Nun ja, nachdem ich mich also seit ca. einer Woche wie von einem anderen Stern fühle, habe ich heute beschlossen, doch einen netten Mann in Weiß aufzusuchen. Man Frau will schließlich von ihren Privat-pfleger nicht als Simulantin beschimpft werden, sondern jede einzelne liebevoll aufgebrachte und geopferte Sekunde + extra Zuneigung auch wirklich verdienen! Jep!
Und siehe da, ich präsentiere: meine zwei neuen Freunde Wegbegleiter „Mittelohrentzündung und Seitenstrangangina“. Willkommen fühlt euch wie zu Hause!
Aber wer wird deshalb gleich krank spielen? Genau, so schnell werden wir doch nicht den Krankenstand mißbrauchen, ist doch eh bald Wochenende und dann kann ich mich dann richtig auskurieren. Genau!

Daniel Day-Lewis – was laut Kritiken und Vorhersagen zu erwarten war.
Marion Cotillard - für mich eine Überraschung, ich dachte es wird Julie Christie.
Javier Bardem – war auch keine große Überraschung.
Tilda Swinton – hats auf alle Fälle verdient. In allen Filmen, in denen ich sie bisher gesehen habe, fand ich ihre schauspielerische Leistung echt genial. Aber ich hätte Cate sogerne wenigstens mit einem Oscar nach Hause gehen gesehen! Schade! :( Aber sie hat ja Gott sei Dank schon einen. Was soll ich sagen, ich liebe diese Frau. Naja Cate die nächste Verleihung und bestimmt auch Nominierung kommt bestimmt! :D

Jetzt konzentriere ich mich auf Grey´s Anatomy und freu mich auf eine neue Folge Private Practise!!! Yey!   

… die Red Carpet Show von Pro 7 wird wohl das einzige von der Oscar Verleihung sein, dass ich mir heute live ansehe. Ich bin doch ziemlich müde (trotz des Versuches ein Stündchen vorzuschlafen) und schließlich muss man Frau ja morgen in der Arbeit auch geistig und nicht nur körperlich halbwegs anwesend sein.
Also ich wünsch allen Live-Guckern und Live-Bloggern, von denen ich bereits einiges mitverfolgt habe, noch viel Spass! Haltet durch!
Ich zeichne die Show auf und seh mir dann alles morgen ausgeschlafen in Ruhe an.
I wish you a great night! Enjoy! Good luck to all of the nominees!
Good night ;)

Hier mal meine Liste mit einigen auserwählten Categories und meinen Tipps, wer sich das Goldmännchen heute abholen könnte. Nachdem ich die Mehrheit der Filme nicht gesehen habe, basieren viele Tipps auf reinem Bauchgefühl. Mal sehen, wo ich richtig liege!

Bester Film

    Atonement
    Juno
    Michael Clayton
    No Country for Old Men
    There Will Be Blood

Beste Regie

    Paul Thomas Anderson / There Will Be Blood
    Joel u. Ethan Coen / No Country For Old Men
    Tony Gilroy / Michael Clayton
    Jason Reitman / Juno
    Julian Schnabel / Le scaphandre et le papillon

Bester Hauptdarsteller

    George Clooney / Michael Clayton
    Daniel Day-Lewis / There Will Be Blood
    Johnny Depp / Sweeney Todd
    Tommy Lee Jones / In the Valley of Elah
    Viggo Mortensen / Eastern Promises

Beste Hauptdarstellerin

    Cate Blanchett / Elizabeth – The Golden Age
    Julie Christie / Away from her
    Marion Cotillard / La Vie en Rose
    Laura Linney / The Savages
    Ellen Page / Juno

Bester Nebendarsteller

    Casey Affleck / The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford
    Javier Bardem / No Country For Old Men
    Philip Seymour Hoffman / Charlie Wilson’s War
    Hal Holbrook / Into the Wild
    Tom Wilkinson / Michael Clayton

Beste Nebendarstellerin

    Cate Blanchett / I’m Not There
    Ruby Dee / American Gangster
    Saoirse Ronan / Atonement
    Amy Ryan / Gone Baby Gone
    Tilda Swinton / Michael Clayton

Bester fremdsprachiger Film

    Israel: Beaufort
    Österreich: Die Fälscher
    Polen: Katyn
    Kasachstan: Mongol
    Russland: 12

Bester animierter Film

    Surf’s Up
    Persepolis
    Ratatouille

Beste Kamera

    Atonement
    The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford
    No Country For Old Men
    Le scaphandre et le papillon
    There Will Be Blood

Beste Kostüme

    Atonement
    Across the Universe
    Elizabeth – The Golden Age
    La Vie En Rose
    Sweeney Todd

Beste visuelle Effekte

    The Golden Compass
    Pirates of the Caribbean – At world’s end
    Transformers

Bester Dokumentarfilm

    No End in Sight
    Operation Homecoming: Writing the Wartime Experience
    Sicko
    Taxi to the Dark Side
    War/Dance

… nur mehr wenige Stunden und es heißt wieder:
„And the oscar goes to ……“ :D

Ich freu mich ja schon soooo! Getränke kalt gestellt, ok in meinem Fall wird wohl eher der Wasserkocher angeworfen, Knabberzeugs ausgepackt (Mikrowellenpopcorn wurde mir von M. verboten. Warum? Das ist eine andere Geschichte ;) Ist aber sowieso schon aus.) Pölster aufgeschüttelt, Decke und Fernbedienung in Position gebracht und es kann los gehen! Curtains up and let the show begin … 8)
Nun ja, es wird wohl doch noch ein paar Stunden Weilchen dauern, bis es wirklich soweit ist, aber ich bin bereit. Auch wenn ich leider morgen wieder zeitig ins Büro muss und blöderweise dieses Wochenende nicht zum Ausschlafen und vorallem nicht zum Vorschlafen nutzen konnte. Gott weiß, wann meine Augenlider dieses Jahr den Kampf aufgeben. Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich schon länger nicht mehr die ganze Show bewusst verfolgen konnte. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass nicht meine mangelnde Disziplin oder Aufmerksamkeit, sondern die unzähligen Werbeunterbrechungen und einschläfernden fachlichen Analysen zwischendurch, Schuld daran hatten. Wir werden sehen, wie lange ich dieses Mal durchhalte. Ich bin aber leider nicht sehr optimistisch. Zu dumm nur, dass ich keine Möglichkeit habe alles aufzuzeichnen. Das ganze Spektakel dauert doch einige Stunden, auf alle Fälle zuviele für das Fassungsvermögen meiner ohnehin knappen Aufzeichnungsmöglichkeiten (good old Videokassette). Ärgerlich! Gerade weil ich es auch wirklich unbeschreiblich hasse, nicht live dabei sein zu können, sondern Zusammenfassungen grob gekürzt und noch dazu mit zeitversetzten, unglaublich störenden und absolut stimmungskillenden Übersetzungen ertragen zu müssen. *Würg* Das geht gar nicht! Nee! Da lese ich die Ergebnisse lieber in der Zeitung, oder schneller irgendwo im Internet.
Aber noch gebe ich nicht auf! Ich bin optimistisch  …… hmm …. vielleicht doch ein kleines Red Bull ………. nur zur Sicherheit? ;)

… I am a neutral!

„Moderation towards all things. Although you do have inner demons, you can more than control them, and often find yourself  in the position of the peacemaker, balancing things out.“

Gruselig, wie zutreffend solche Tests doch sein können. Dieser kleiner Absatz spiegelt doch tatsächlich genau mein persönliches Empfinden wider. Wie oft habe ich mich schon bei Freunden über mein extrem ausgeprägtes und zutiefst vorallem mich selbst nervendes Harmoniebedürfnis ausgelassen. Tzz.
Zeit ein bisschen böser zu werden!!!

How evil are you?

… Samstag 23.02.2008, 8:15 Uhr, Busbahnhof K., die „Reise“ beginnt …
Wie es zu dieser „Reise“ kam, ist schnell erklärt. Meine Mam hält eines Tages ein Angebot in ihren Händen und mit den Worten „du warst doch schon vor Jahren so ein großer Fan, willst du nicht mitkommen“ ist alles unter Dach und Fach. Ein Tagesausflug in eine nahegelegene 3 1/2 Stunden entfernte Großstadt soll es sein. Ganz spontan. Transportmittel: Reisebus …
Nun eigentlich bin ich ja eine erfahrene Bustouristin. 2 Stunden oder gar 12 Stunden … check … alles schon dabei gewesen. Und eigentlich ist es jedes Mal eine derartige Tortur, dass ich mir selber hoch und heilig schwöre nie, nie, ganz bestimmt nie wieder auch nur einen Fuß in eines dieser monströsen und derart unbequemen Ungetümer zu setzen. Soviel dazu …. da bin ich also 8:15 Uhr, eine Uhrzeit, die mein Ex-Studenten-ich-steh-niemals-vor-10-Uhr-am-Wochenende-schon-gar-nicht-vor-13-Uhr-Herz wahrlich schmerzt, kurz davor erneut und für diese Uhrzeit erstaunlich motiviert, meinen Samstagsausflug anzutreten. Nicht nur Mam und ihre bessere Hälfte, auch meine bessere Hälfte M. sind mit von der Partie. M. weit weniger gut gelaunt als meine Wenigkeit, aber immerhin bereit sich mit seinen 1,85 cm auch in die komfortable Luxuskutsche zu zwängen begeben. Dann geht es los, aber nein, es wird keine 3 1/2 stündige Fahrt,  wo denkt ihr hin, wir halten bereits nach 30 Minuten. Wie sich herausstellte war unser Busbahnhof nicht die einzige Zustiegsmöglichkeit. Es folgten 3 weitere Stops, was das für meinen unseren Zeitplan bedeutete, …. ich muss es nicht näher erläutern. Auf alle Fälle kamen wir zig Stunden, eine Café-Pause und einige unbedeutende, aber dennoch erwähnenswert schmerzende Krampfanfälle in Beinen, Waden, sogar Zehen, diverse Verspannungen in Hals und Rückenbereich und enorme Müdigkeitsanfälle später an unserem Ziel an. Das war doch gar nicht so schlimm, oder?
Tja, wer etwas erleben will, muss eben auch mal leiden, oder das nächste Mal vorher besser aufpassen, die Reiseplanung mitgestalten, oder gar sofort verweigern!
Aber nach einem zusammengestückeltem Menü (Suppe, Salat und Schokoladepalatschinken 8) ) siegte die Vorfreude wieder über die, von den Reisestrapazen in Mitleidenschaft gezogene, Körperhülle. Von mir aus konnte es losgehen …

JA … die Show war einfach klasse! Auch wenn die Bühne zu Beginn größentechnisch etwas bescheiden wirkte. Nun ja, ich musste eben akzeptieren, dass wir doch eher nich in New York, Dublin oder London waren. Nichts desto trotz: Ich war begeistert. Auch wenn ich meine ich-sehe-mir-das-Video-so-lange-an-bis-das-Band-zerfällt-kenne-jedes-Lied-und-weiß-genau-was-als-nächstes-passieren-soll-Zeit lange hinter mir gelassen hatte, als ich in der Show saß, wusste ich wieder, warum ich bereits vor Jahren (!) schon davon fasziniert war und unbedingt einmal live mit dabei sein wollte. Es hat sich wahrlich ausgezahlt. Wir hatten gute Plätze, mittig, eher im vorderen Bereich und vor mir saß eine eher klein gewachsene Omi, deren auftoupierte Haarpracht nur gelegentlich in mein Sichtfeld wackelte. Außerdem hatte ich ein neues Spielzeug mit vor Ort, einen hyper-modernen, technisch anspruchsvollen, spacig silbernen Operngucker. Dieser war der Hit! Nur leider führte er dazu, dass ich mich weit mehr auf die Gesicher und Mimik der Tänzer, als auf das wesentliche dieser Show, die Beinarbeit konzentrierte. Naja aber wenn die männliche Hauptfigur auch ein gut gebauter (wieso das nur?) :) , gutaussehender, Sunnyboy mit top gestyltem Haupthaar und einem umwerfenden, auch ohne Operngucker erahnbaren, Lächeln sein muss …. Ich sollte jedoch auch festhalten, dass das gesamte Ensemble durchwegs äußerst attraktiv, jung und dynamisch war. Dies hat mich positiv überrascht, da ich in der Vergangenheit, ohne anderen Bühnendarstellern nahe treten zu wollen, auch anderes erlebt bzw. gesehen habe. Aber natürlich waren es auch die musikalischen und tänzerische Leistungen, die mich bewegt und begeistert haben. Ich kann die Show nur weiterempfehlen, aber ich spreche hier vom Original und nicht irgendeiner anderen Show, diese kann ich nicht beurteilen. Mir reicht das Original. Two thumbs up!
Die Show war sogar so gut, dass ich mich jetzt noch freue und zufrieden bin, trotz der darauf folgenden Höllentour, auch Heimreise genannt. Ich würde diese „Reise“ immer wieder machen …… aber ohne Bus, soviel steht fest!

Was macht man  Frau an einem Donnerstagabend, wenn beim Blick in das Fernsehprogramm nicht eine einzige „ich-schalte-komplett-ab-und-genieße-die-pure-Unterhaltung-Casting-Show“ läuft? Wenn keine Models mit einer lebendigen Handetasche den Catwalk entlang stackseln, bereits die 100ste und natürlich beste-Band-ever gefunden und erneut in das große Haifischbecken Showbiz entlassen wurde und die Stars am Eis ausgetanzt haben?
Richtig ….. sie zapped!
Und siehe da, ganz unerwartet fällt plötzlich der Name einer alten Bekannten, die mit ihrem Schicksal als Auserwählte hadernd, jeden Samstag (ich glaube, es war samstags, ist schon zu lange her), aufs Neue die Welt vor dem Bösen gerettet hat.
Und auch wenn die Person zu dem Namen genauso blond und tough wie das Original ist, so besteht doch ein gravierender Unterschied und dieser besteht nicht nur darin, dass es sich zu diesem Zeitpunkt um die falsche Serie handelt. Nein, viel gravierender ist, dass diese B. zwar auch in gewisser Weise eine „Jägerin“ ist, sie aber dieses Mal  keine Untoten, sondern Sterbliche des anderen Geschlechts „jagt“. 
Oje, was würde wohl die echte B. dazu sagen? ;)
Naja… egal …., die Hauptsache ist doch, dass das Fernsehpublikum unterhalten wird und das wird den  Drehbuchautoren meiner Lieblingsermittler aus Las Vegas heute wohl nicht nur mit mir gelungen sein.

Woran erkennt eine Frau, dass sie im 21. Jahrhundert lebt, einer Zeit, die geprägt ist von Emanzipation, Feminismus, Post-Feminismus und wie sie alle heißen und dass sie im Grunde keine Ahnung mehr von der alten Schule und dem Verhalten echter (!)Kavaliere hat?

Sie erkennt es daran, dass sie und ihr Begleiter in einem noblen Restaurant zu ihrem reservierten Platz geführt werden, er zu einem Stuhl geht, ihn für sie bereit hält, um ihn ihr zurecht zu rücken und sie …
daran vorbei, zum Stuhl gegenüber geht, weil sie denkt, ihr Begleiter wolle sich einfach selbst setzen. Nie im Leben wäre sie jemals auch nur im Geringsten auf die Idee gekommen, dass er den Stuhl für sie bereit halten könnte. 

Tja, … traurig, aber wahr! Das ist mir doch tatsächlich heute mit meinem Lieben passiert. Nicht, dass er nicht öfters ein Gentelman wäre, nein, ich glaube es liegt an mir. Oje …… es lebe die Emanzipation. ;)

…. ist es wieder mal soweit! Kaum zu glauben, aber ich werde bei meinem heutigen allabendlichen Entspannen vor meinem Lieblingsmöbelstück (ok ich geb´s zu, ist vl. doch ein wenig eigenartig den Fernseher so zu bezeichnen, aber mir war gerade danach) doch tatsächlich beinahe ganze 2 Stunden von unserem öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramm gefesselt sein. Wow, wurde ja auch endlich einmal Zeit. Dann weiß ich wenigstens, wofür ich bezahle! Es leben die amerikanischen TV-Serien, die mir mein Leben meinen Feierabend so sehr versüßen! Verzweifelte Hausfrauen, Mc Dreamy und süßes Leben in L.A., ich komme!
Und das ganz ohne Werbeunterbrechungen! Ich bin im Himmel! ;)

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